Kategorie: Phosphor in der Politik

IMPULS-Memorandum schlägt Maßnahmen zur Beschleunigung der Phosphorrückgewinnung vor

Die Umsetzung der verpflichtenden Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm wirft weiterhin Fragen zu Fristen, verfügbaren Kapazitäten und Übergangslösungen auf. Die unabhängige IMPULS-Initiative sieht für viele dieser Herausforderungen bereits praktikable Ansätze und fordert, diese in konkrete Maßnahmen zu überführen. Ein entsprechendes Memorandum benennt Vorschläge, um Investitionen zu erleichtern, die rechtlichen Voraussetzungen für die Vermarktung von Phosphorrezyklaten zu verbessern und während des Kapazitätsaufbaus anfallende Klärschlammaschen zwischenzeitlich zu sichern.

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EUWID Wasser und Abwasser berichtet: Bundesumweltministerium hält an Frist für Phosphorrückgewinnung fest und prüft Übergangslösungen

Wie die Zeitschrift EUWID Wasser und Abwasser in einer Meldung berichtet, sucht das Bundesumweltministerium nach Übergangslösungen für die Zeit ab 2029, da voraussichtlich noch nicht genügend Kapazitäten zur Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm zur Verfügung stehen werden. An der gesetzlichen Frist für die verpflichtende Phosphorrückgewinnung will das Ministerium dennoch festhalten. Eine Verschiebung sei keine sinnvolle Lösung, betonte Karcher, da dadurch bereits getätigte Investitionen entwertet und der Ausbau der Rückgewinnungskapazitäten eingeschränkt würden.

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BUND veröffentlicht neuen Standpunkt zur Phosphorrückgewinnung – DPP bewertet zentrale Punkte anders

Der BUND hat im Juli 2026 seinen neuen Standpunkt 25 „Neuer Anlauf für das Phosphorrecycling aus Klärschlamm notwendig“ veröffentlicht. Darin bewertet der BUND die bisherige Entwicklung der Phosphorrückgewinnung kritisch und sieht insbesondere bei großtechnischen Verfahren, der Technologieentwicklung, der Datenlage sowie den rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiteren Handlungsbedarf.

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SRU fordert bessere Umsetzung des Umweltrechts

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) hat Mitte Juni das Sondergutachten „Umweltrecht zwischen Anspruch und Realität. Implementation als Kernaufgabe von Umweltpolitik“ veröffentlicht, in dem festgestellt wurde, dass das Umweltrecht in Deutschland trotz vielfach ambitionierter gesetzlicher Vorgaben häufig nur unzureichend umgesetzt wird. Anhand verschiedener Praxisbeispiele – darunter die Einhaltung der Nitratgrenzwerte in Grund- und Oberflächengewässern – zeigt der SRU, dass Umweltrecht vielfach verzögert, uneinheitlich oder sachlich unangemessen implementiert wird.

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AöW veröffentlicht Stellungnahme zur Phosphorrückgewinnung

Die Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft (AöW) hat eine Stellungnahme zur Umsetzung der ab 2029 geltenden Verpflichtung zur Phosphorrückgewinnung veröffentlicht. Darin fordert sie Anpassungen der politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen, um den Hochlauf der Phosphorrückgewinnung zu erleichtern. Die Deutsche Phosphor-Plattform (DPP) teilt das Ziel einer erfolgreichen und flächendeckenden Phosphorrückgewinnung, bewertet die Ausgangslage jedoch in wesentlichen Punkten anders. Vor diesem Hintergrund hatte sich die DPP bereits in ihrer Stellungnahme zur Diskussion um eine mögliche Verschiebung der gesetzlichen Fristen klar gegen eine Aufweichung der ab 2029 geltenden Verpflichtung ausgesprochen.

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UMK fordert schnelle Anpassung des Düngemittelrechts für Phosphorrezyklate

Die 106. Umweltministerkonferenz (UMK) hat am 8. Mai 2026 in Leipzig die Bedeutung der ab 2029 geltenden Pflicht zur Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm bekräftigt. Die UMK fordert eine Anpassung des Düngemittelrechts spätestens bis Ende 2026, damit geeignete Phosphorrezyklate und Produkte aus Klärschlammverbrennungsaschen rechtssicher als Düngemittel eingesetzt werden können. Dazu sollen bestehende Hemmnisse abgebaut und die Anforderungen an Ausgangsmaterialien sowie die Löslichkeitsanforderungen für Phosphatdünger überprüft werden.

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