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PRESSEMITTEILUNG: Schwedische Delegation kommt nach Deutschland, um sich über Phosphorrückgewinnung zu informieren

Mitte März empfing die Deutsche Phosphor-Plattform DPP e.V. gemeinsam mit der European Sustainable Phosphorus Platform ESPP für zwei Tage eine Delegation der schwedischen Regierung in Düsseldorf, die sich über den Stand der Phosphorrückgewinnung in Deutschland und anderen europäischen Ländern informieren wollte. Neben einer Besprechung im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Naturund Verbraucherschutz NRW fanden auch Besuche verschiedener Phosphorrückgewinnungsanlagen statt.

Düsseldorf 20-21.03.2019

Angefragt wurden die DPP und die ESPP von einer Delegation der schwedischen Regierung für die nationale Untersuchung der Wiederverwendung von Phosphor aus Klärschlamm. Die Delegation wollte sich über den Stand der Phosphorrückgewinnung in Deutschland informieren. Der Fokus lag dabei vor allem auf der regulatorischen Ebene der Implementierung, aber auch auf Ansätzen der Umsetzung sowie den verschiedenen Möglichkeiten der Rückgewinnung durch unterschiedliche Verfahren. Im Laufe der Planung kamen weitere Teilnehmer aus Finnland vom Ministerium für Landwirtschaft und Forsten und vom Ministerium für Umwelt hinzu sowie Teilnehmer aus Dänemark vom Ministerium für Umwelt und Ernährung.

Teilnehmer der Studienreise aus Schweden, Finnland und Dänemark (Veröffentlichung erwünscht)

Am ersten Tag der Studienreise besuchte die Gruppe gemeinsam mit der DPP am Vormittag das Technikum der Emschergenossenschaft in Dinslaken, um die Euphore-Pilotanlage auf dem Gelände zu besichtigen. Am Nachmittag folgte eine Besichtigung der REMONDIS TetraPhos®-Pilotanlage auf dem Betriebsgelände der Wirbelschichtfeuerungsanlage Elverlingsen (WFA). Neben technischen Aspekten lag das Interesse bei den Besuchen der Anlagen vor allem bei der Konzeptentwicklung der notwendigen Infrastruktur, möglichen Vermarktungswegen für das entstehende Phosphor-Rezyklat, aber auch bei Problemen der Implementierung einer Anlage und der Erreichung von gesetzlichen Grenzwerten.

Am Vormittag des zweiten Tages nutze man die Gelegenheit über die Entwicklungen zum Stand der Phosphorrückgewinnung in den teilnehmenden Ländern zu sprechen. Das Gespräch fand in den Räumlichkeiten des Umweltministeriums NRW in Düsseldorf statt. Während des Gesprächs wurden die Ansätze und Herangehensweisen in den verschiedenen Ländern, aber auch Finanzierungsmöglichkeiten sowie länderspezifische Schwierigkeiten bei der Infrastruktur diskutiert. Am Nachmittag besuchte die Gruppe die Kläranlage des Niersverbandes in Mönchengladbach und schaute sich eine Anlage zur Schlamm- und Prozessoptimierung mit Struvitgewinnung an, welche nach dem patentierten AirPrex®-Verfahren auf dem Gelände errichtet wurde. Das AirPrex®-Verfahren wurde von den Berliner Wasserbetrieben (BWB) entwickelt und wird weltweit exklusiv durch CNP-Technology Water and Biosolids GmbH weiterentwickelt und umgesetzt.

Hintergrund der Studienreise ist, dass Schweden national die Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm gesetzlich verankern möchte. Die Untersuchungen der Delegation sollen Vorschläge für Anforderungen zur Verwertung von Phosphor aus Klärschlamm enthalten sowie weitere Informationen für das voraussichtlich geplante Verbot der Verbringung von Klärschlamm auf landwirtschaftliche Flächen liefern. Großes Interesse besteht in diesem Zusammenhang an dem Vorgehen Deutschlands, da Deutschland neben der Schweiz im Bereich gesetzlicher Vorgaben zur der Phosphorrückgewinnung am weitesten fortgeschritten ist.

Pressemitteilung DPP vom 27.03.2019 Frankfurt/M. — Die Pressemitteilung steht im Dokumentenbereich zum Download bereit.

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Jana Krämer Mobil + 49 (0) 171 226 9953
Telefon +49 (0) 69 3487 6068
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