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Mecklenburg-Vorpommern: Einrichtung zusätzlicher Güllelagerkapazitäten aufgrund schwieriger Witterungsverhältnisse in 2017

Wie europaticker berichtet, konnte in 2017 vor Beginn der Sperrfrist aufgrund der Witterungsverhältnisse vielerorts in Mecklenburg-Vorpommern keine Ausbringung von stickstoff- und phosphathaltige Düngemittel erfolgen. In der Folge kommt es zu Engpässen bei der Lagerung der Gülle bis nach der Sperrfrist Anfang Februar diesen Jahres.

Die vollständige Meldung steht unter dem unten angegebenem Link zur Verfügung. Folgend findet sich ein Auszug:

Mecklenburg-Vorpommern ruft Landwirte zur Einrichtung zusätzlicher Güllelagerkapazitäten auf und sieht Ursachen bei den schwierigen Witterungsverhältnisse in diesem Jahr – Umweltverbände sehen Gülle-Notstand in verfehlter Landwirtschaftspolitik

Infolge der schwierigen Witterungsverhältnisse in diesem Jahr war die Aufnahmefähigkeit der Böden für stickstoff- und phosphathaltige Düngemittel in vielen Fällen nicht gegeben. Das heißt, eine Ausbringung von derartigen Düngemitteln auf landwirtschaftlichen Flächen war nach der Ernte der Hauptfrucht und zur nachfolgenden Herbstbestellung für die jeweiligen Kulturen häufig nicht möglich und ist seit Beginn der Sperrfristen auf Ackerland und Grünland nicht mehr zulässig. „Als Branche, die vom Wetter stark beeinflusst ist, stellt das die Landwirtschaft vor eine große Herausforderung“, sagte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.

„Ich befürchte, dass die Kapazitäten zur Lagerung der Gülle in einzelnen Betrieben vor Ende der Sperrfrist weitgehend ausgereizt sind“, so der Minister. „Außerdem ist damit zu rechnen, dass es aufgrund der Witterungsbedingungen zu Verzögerungen bei der Ausbringung nach Ablauf der Sperrfrist Anfang Februar 2018 kommen kann. Deshalb rate ich allen viehaltenden Landwirten und auch Biogasanlagenbetreibern, sich frühzeitig um zusätzliche Lagerkapazitäten zu bemühen“, betonte Dr. Till Backhaus.

Werden die Anforderungen von den Behältern erfüllt, ist die Lagerung von Gülle in Gärrestlagern und umgekehrt möglich. Änderungen des Lagergutes sind der zuständigen Wasserbehörde anzuzeigen. „Ich möchte die Landwirtinnen und Landwirte in diesem Zusammenhang nochmal darauf aufmerksam machen, dass wir über das Agrarinvestitionsförderungsprogramm den Neubau von Güllelagern fördern. Damit unterstützen wir die Tierhaltung und die bodengebundene Wirtschaftsweise. Schließlich müssen die Betriebe für die Förderung von Neubauten und Modernisierungen von Stallanlagen, über die Schaffung von Silos und Lagerflächen, bis hin zum Erwerb moderner Technik nachweisen, dass sie die Gülle neun Monate lagern können“, sagte Backhaus.

„Hintergrund ist, dass mit der neuen, am 2. Juni 2017 in Kraft getretenen Düngeverordnung für die Ausbringung von Düngemitteln und somit auch für die flüssigen organischen Wirtschaftsdünger verlängerte Sperrfristen gelten, die die Landwirte beachten müssen“, erläutert der Minister. Für Ackerland nach der Ernte der Hauptfrucht bis zum 31.01. (Ausnahme Anbau Wintergerste, Winterraps, Zwischenfrüchte und Feldfutter ab dem 01.10.), auf Grünland vom 01.11. bis 31.01. und Festmist vom 15.12. bis 15.01..

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