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Zweckverband Restmüllheizkraftwerk Böblingen stellt Weichen für den Bau der Klärschlammverwertungsanlage

Wie der Landkreis Böblingen in einer Pressemitteilung bekannt gegeben hat, wurde Anfang Juli der Bau der Klärschlammverwertungsanlage (KSVA) auf dem Gelände des bestehenden Restmüllheizkraftwerks beschlossen. Grundlage war die Zustimmung aller kommunalen Gremien der Verbandsmitglieder. Gleichzeitig wurde die Vergabe der Bauleistungen finalisiert, deren Planung bereits 2018 begann.

Landrat Roland Bernhard betonte die Bedeutung des Projekts für die regionale Entsorgungssicherheit, den Umwelt- und Ressourcenschutz sowie die Fernwärmeversorgung. Die thermische Behandlung des Klärschlamms wird CO₂-freie Wärme erzeugen, die in die Netze von Böblingen und Sindelfingen eingespeist wird.

Die Geschäftsführer des ZV RBB lobten das Projekt als zukunftsweisend, gesetzeskonform und technologisch fortschrittlich. Auch Böblingens Oberbürgermeister Dr. Stefan Belz hob die Rolle der KSVA in der Kreislaufwirtschaft und bei der Phosphorrückgewinnung hervor.

Die Anlage soll bis Herbst 2027 fertiggestellt sein. Sie trägt zur nachhaltigen Klärschlammverwertung bei und schafft Synergien in der Energieversorgung. Anlass ist die neue Klärschlammverordnung, die ab 2029 die bodenbezogene Entsorgung verbietet und zur Phosphorrückgewinnung verpflichtet.

Finanziert wird das Projekt u. a. über das KfW-Förderprogramm 208 sowie durch regionale Banken. Das Böblinger Restmüllheizkraftwerk mit rund 90 Mitarbeitenden wandelt bereits heute nicht verwertbaren Müll in Strom und Fernwärme um, etwa zur Hälfte aus biogenen, „grünen“ Quellen.

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