VKU-Positionspapier fordert staatliche Unterstützung für den Markthochlauf der Phosphor-Rückgewinnung
Der VKU – Verband kommunaler Unternehmen e.V. hat im März sein Positionspapier „Phosphor-Rückgewinnung | Nachhaltige Finanzierung des Hochlaufs“ veröffentlicht und zentrale Rahmenbedingungen für den Markthochlauf der Phosphor-Rückgewinnung aus Klärschlamm adressiert.
Im Mittelpunkt stehen dabei hohe Investitionskosten, wirtschaftliche Risiken für kommunale Unternehmen, begrenzte Recyclingkapazitäten sowie die Frage einer tragfähigen Finanzierung des Hochlaufs. Kritisch sieht der VKU insbesondere ein diskutiertes Übergangs- bzw. Fondsmodell.
Zudem betont er, dass der Markthochlauf neuer Technologien nicht allein über Abwassergebühren finanziert werden könne, sondern gezielte Unterstützung durch Bund und Länder erforderlich sei – etwa über Förderprogramme, Bürgschaften oder marktstützende Maßnahmen. Vorgeschlagen wird außerdem ein stufenweiser Ausbau mit temporär abgesenkten Recyclingquoten.
Die DPP teilt die Einschätzung zur Bedeutung verlässlicher Rahmenbedingungen und Finanzierungssicherheit, bewertet jedoch wesentliche Punkte des VKU-Ansatzes anders.
Aus Sicht der DPP sind viele Verfahren der Phosphor-Rückgewinnung heute bereits technisch so weit entwickelt, dass eine großtechnische Umsetzung jetzt möglich und erforderlich ist. Den vorgeschlagenen stufenweisen Ausbau bewerten wir daher nicht als zielführend. Aus unserer Sicht liegt der Fokus jetzt auf der zügigen Umsetzung und dem Aufbau verlässlicher Rahmenbedingungen für den Hochlauf.
Der VKU-Beitrag zeigt die zentralen Umsetzungsfragen auf und unterstreicht, dass der weitere Austausch zwischen Praxis, Politik und Fachakteuren entscheidend für den erfolgreichen Hochlauf der Phosphor-Rückgewinnung bleibt.
Das vollständige Positionspapier finden Sie unter dem unten genannten Link.
Weitere Informationen