RBB beauftragt ANDRITZ mit Bau einer Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage in Böblingen
Die RBB KSVA Vermögensgesellschaft mbH & Co. KG (RBB) hat den internationalen Technologiekonzern ANDRITZ mit dem Bau einer modernen Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage auf dem Gelände der Müllverbrennungsanlage Böblingen beauftragt. Der Auftragswert liegt im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich und wird im dritten Quartal 2025 verbucht. Mit der neuen Anlage soll die nachhaltige und sichere Verwertung von Klärschlamm in der Region langfristig gesichert werden.
Die Anlage wird jährlich rund 36.000 Tonnen Trockensubstanz aus mehr als 70 Kommunen und Zweckverbänden in Baden-Württemberg thermisch verwerten. Neben der Energiegewinnung ermöglicht das Konzept auch die Rückgewinnung von Phosphor – einem wichtigen Rohstoff für die Düngemittelproduktion. Durch moderne Technologien wie Rauchgaskondensation und Wärmepumpen wird zudem eine hohe Energieeffizienz erreicht, die Strom und Wärme für das öffentliche Netz liefert.
„Mit der geplanten Anlage sichern wir die Entsorgungssicherheit, fördern den Umwelt- und Ressourcenschutz und stärken die interkommunale Zusammenarbeit“, betonten RBB-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Schumacher und kaufmännischer Geschäftsführer Sascha Hejny. Auch ANDRITZ sieht in dem Projekt einen weiteren wichtigen Schritt für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft und den Ausbau seiner Aktivitäten im Bereich Klärschlammverwertung.
Der Lieferumfang von ANDRITZ umfasst Planung, Lieferung, Errichtung und Inbetriebnahme der kompletten Anlagentechnik, einschließlich Trocknung, Verbrennung, Rauchgasreinigung und Energierückgewinnung. Die Inbetriebnahme der neuen Monoverbrennungsanlage ist für November 2028 geplant.
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