Niedersachsen legt Nährstoffbericht 2024/2025 vor
Mit der Veröffentlichung des Nährstoffberichts 2024/2025 zieht Niedersachsen eine insgesamt positive Bilanz beim Nährstoffmanagement in der Landwirtschaft. Die Auswertung der Nährstoffverbringungen für den Zeitraum vom 1. Juli 2024 bis 30. Juni 2025 zeigt, dass die gesetzlichen Vorgaben zur Düngung auf Landesebene eingehalten werden. Der Stickstoffsaldo hat sich gegenüber dem Vorjahr weiter verbessert und liegt unter den zulässigen Grenzwerten. Erstmals seit Einführung der Berichterstattung wird zudem die Obergrenze von 170 Kilogramm Stickstoff aus organischen Düngern je Hektar auch auf Kreisebene rechnerisch eingehalten. Gleichzeitig setzt sich der langfristige Rückgang der anfallenden Mengen an Wirtschaftsdüngern und Gärresten fort.
Trotz dieser Fortschritte sieht der Bericht weiterhin Handlungsbedarf. In einzelnen Landkreisen bestehen nach wie vor Nährstoffüberschüsse, die einen Abtransport von Wirtschaftsdüngern erforderlich machen. Zudem zeigt sich, dass die Verbesserungen beim Düngemanagement bislang nur begrenzt zu einer besseren Grundwasserqualität geführt haben. Die Belastung vieler Gewässer bleibt hoch, weshalb Niedersachsen weiteren Forschungsbedarf sieht, um die Ursachen zu untersuchen und die Wirksamkeit der bestehenden Regelungen zu bewerten. Gleichzeitig rücken steigende Importe von Wirtschaftsdüngern zunehmend in den Fokus der künftigen Nährstoffsteuerung.