Möglichkeit zur Mitwirkung an einem Betriebsversuch zur Struvitfällung für die Phosphorrückgewinnung
Im Rahmen der RePhoR-Fördermaßnahme wurden wichtige Erkenntnisse zur Weiterentwicklung des Phosphorrecyclings aus Klärschlamm und Klärschlammasche gewonnen. In den vergangenen Monaten wurden Ergebnisse und Lösungen der einzelnen Verbundprojekte vorgestellt, diskutiert und bewertet. Verschiedene Verfahren haben gezeigt, dass die geforderten Standards gemäß AbfKlärV erreicht werden können und wirtschaftliche Optionen bestehen. Besonders die Struvitfällung nach Phosphormobilisierung auf Kläranlagen bietet vielversprechende Alternativen zur Monoverbrennung. Die Integration neuer Lösungen und Kostenvergleiche stehen dabei im Fokus.
Angesichts einer erwarteten steigenden Nachfrage nach Magnesiumchlorid macht die Deutsche Phosphor-Plattform (DPP) auf ein Angebot von K+S aufmerksam, die neue Magnesiumchloridlösung SL 22 im Rahmen eines begleiteten Betriebsversuchs unter realen Praxisbedingungen zu erproben.
Im Produktionsprozess der Kalidüngemittelherstellung entsteht Magnesiumchloridlösung in verschiedenen Qualitäten. SL 22 ist eine neue alternative Magnesiumchloridlösung von K+S (Gesamtmagnesiumgehalt 6,5 %, 22 % Magnesiumchlorid), die wirtschaftlich interessant sein kann. Diese Alternative wurde zusammen mit dem Institut für Siedlungswasserwirtschaft der TU Braunschweig bereits erfolgreich im Labor und an der Kläranlage Gifhorn getestet.
Ziel eines möglichst praxisnahen Betriebsversuchs ist es, gemeinsam mit interessierten Anlagenbetreibern und Anwendern valide Daten für deren Anlage zu gewinnen, um die Produktleistung objektiv zu bewerten, mit bestehenden Verfahren zu vergleichen und eine Entscheidungsgrundlage für die zukünftige Anwendung zu schaffen.
K+S stellt das Testprodukt bereit und begleitet fachlich die Erprobung. Die Durchführung erfolgt in enger Abstimmung mit dem technischen Anwender; Betriebs- und Unternehmensdaten werden vertraulich behandelt. Eine spätere Produktanwendung ist nicht verpflichtend.
Die DPP informiert mit diesem Schreiben interessierte Akteure aus ihrem Netzwerk über diese Möglichkeit. Die konkrete Ausgestaltung erfolgt zwischen den beteiligten Partnern. Die DPP nimmt auf Durchführung und Bewertung keinen Einfluss.
Für Rückfragen steht folgende Ansprechpartnerin bei K+S zur Verfügung:
K+S Aktiengesellschaft, Gerlinde Minkel – TE Research & Development, Bertha-von Suttner Str. 7, 34131 Kassel; Tel. 0561 – 9301 2146, forschung@k-plus-s.com
Wir freuen uns über das Interesse interessierter Anlagenbetreiber und Anwender sowie den gemeinsamen Austausch zur Bewertung innovativer Produktlösungen.
Informationsschreiben zum Betriebsversuch