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Klimaschutzministerium in Rheinland-Pfalz fördert Kläranlagenprojekte in Treis und Boppard mit über 5,2Mio. Euro

Das Ministerium für Umwelt in Rheinland-Pfalz stellt über 5,2 Millionen Euro zur Förderung von Kläranlagenprojekten in den Orten Treis und Boppard bereit. Im Rahmen dieser Förderung übergab Umwelt- und Klimaschutzstaatssekretär Manz die Förderbescheide

Bislang setzt die Kläranlage Treis auf die aerobe Stabilisierung des Klärschlamms. Die geplante Umstellung auf Schlammfaulung macht die Belüftung überflüssig, was den Strombedarf der Anlage deutlich senkt. Das bei der Faulung entstehende Gas wird in einem Blockheizkraftwerk zur Stromgewinnung genutzt – der erzeugte Strom dient direkt dem Betrieb der Kläranlage. Die Abwärme aus dem Prozess beheizt den Faulbehälter und bei Überschuss auch das Betriebsgebäude. Die neue Technik ermöglicht es der Kläranlage zudem, kurzfristige Belastungsspitzen effizienter zu bewältigen.

Die Kläranlage Boppard-Ewigbach wird stillgelegt, da ihre Reinigungsleistung nicht mehr ausreicht und eine Erweiterung am bisherigen Standort im engen Welterbetal Oberes Mittelrheintal nicht möglich ist. Stattdessen wird sie über eine 4,7 Kilometer lange Abwasserpumpleitung an die Kläranlage Bad Salzig angeschlossen; auch die Pumpstation „Pappelwäldchen“ wird dafür umgerüstet. Zusätzlich wird auch die Kläranlage Holzfeld in dieses System eingebunden.

Dieser Zusammenschluss ist Teil der Zentralisierung der Abwasserbeseitigung in Boppard. Um die zusätzlichen Abwassermengen bewältigen zu können, wird die Kläranlage Bad Salzig erweitert und auf das energieeffiziente Verfahren der Schlammfaulung umgestellt. Das dabei entstehende Faulgas wird künftig zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt, was jährlich rund 400.000 Kilowattstunden Energie und etwa 150 Tonnen CO₂ einspart.

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Pressemitteilung Treis Pressemitteilung Boppard

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