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Bio-Struvit-Verfahren zur gerinnungsmittelfreien P-Entfernung erhält Fördermittel

Das Projekt der Universität Cranfield (UK) und des US-Biotech-Unternehmens Microvi entwickelt eine Technologie zur biomineralischen P-Entfernung (BMPR), bei der Mikroorganismen zur Entfernung von Phosphor in Form von biomineralischem Struvit eingesetzt werden. Durch den Einsatz von Microvi-Biokatalysatoren können die Mikroorganismen in realen Abwassersystemen mit Mischkulturen wirksam eingesetzt werden. Das Verfahren wurde bisher in einem kontinuierlichen kleinen Pilotreaktor von 4 Litern getestet, der 5 Monate lang in echtem Abwasser betrieben wurde.

Im Rahmen des Projekts sollen die Tests auf einen 80-Liter-Pilotmaßstab ausgeweitet werden, in dem bis zu 350 Liter/Tag Zentrat aus einer Kläranlage von Severn Trent behandelt werden. Die kleinen Tests im Pilotmaßstab, die mit echtem Zentrat durchgeführt wurden, zeigten, dass die kombinierten Mikroorganismen den Phosphor um 96 % auf unter 2 mg P/L reduzieren. Der bio-mineralische Prozess konzentriert die Nährstoffe und erzeugt Struvitkristalle, die in das Abwasser abgegeben werden und auf 0,2-0,5 mm Größe anwachsen. Diese werden durch Sedimentation und Filtration vom Abwasser getrennt. Das Struvit weist eine hohe Reinheit und Spuren von Verunreinigungen auf. Das Projekt wurde als einer der zehn Gewinner des OFWAT-Innovationsfonds (OFWAT: Water Services Regulation Authority) „Water Discovery Challenge“ mit 500 000 UK£ ausgezeichnet.

 

Quellenverweise:
“Innovative coagulant free phosphorus removal technology”, OFWAT Innovation Fund, 20th February 2024.

“Biomineralisation for resource recovery”, Cranfield University, LINK.

See also separate work on bio-mineral struvite: “Nutrient Removal and Recovery from Urine Using Bio-Mineral Formation Processes”, R. Colston et al., ACS Sustainable Resour. Manage. 2024, 1, 1906−1918, DOI

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